„Friendly Work Space®“ bei der Feldschlösschen AG

Seit 2009 verleiht die Stiftung „Gesundheitsförderung Schweiz“ das Label „Friendly Work Space®“- mit Erfolg. So hat die Zahl der Unternehmen, welche Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in ihre Managementprozesse integrieren, kontinuierlich zugenommen. Bis heute haben 33 Schweizer Firmen die Auszeichnung erhalten und mehr als 100’000 Arbeitnehmende profitieren bereits von einer nachhaltigen Umsetzung geeigneter Massnahmen zur Schaffung gesundheitsfördernder Strukturen und Rahmenbedingungen.

Vergangenes Jahr hat auch die Feldschlösschen AG das Qualitätsiegel nach einem strengen Assessement erhalten- für vorerst 3 Jahre. Der zur Carlsberg-Gruppe gehörende Getränkeproduzent erfüllt laut „Gesundheitsförderung Schweiz“ klar definierte Qualitätskriterien im BGM (vgl. unten). Seit 2007 sind BGM-Ziele in der Unternehmensstruktur unter Federführung eines BGM-Leiters verankert und werden jährlich neu festgesetzt, überprüft und angepasst. Ihren Ausgangspunkt haben sie im Commitment der Geschäftsleitung – sich nicht bloss zum BGM zu bekennen, sondern auch Geduld zu haben. Mit den Worten von Marc Edel, Head of Corporate Health Management: „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist nicht eine Frage von Papier, sondern eine Frage von Menschen und somit von Kultur. Man muss es leben, damit sich die damit verbundenen Werte langsam und nachhaltig in die Betriebskultur integrieren können.“

Das BGM wird somit von der obersten Leitung des Unternehmens getragen, ist integraler Bestandteil und wird als Führungsaufgabe wahrgenommen. Dafür stehen regelmässig personelle, zeitliche wie auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Zudem sind für die Mitarbeitergesundheit relevante Werte wie Weiterbildung, Partizipation oder auf Feedback basierende Führungskultur in der Unternehmensstrategie integriert. Bei der Umsetzung beteiligt und die Mitarbeiterseite vertretend, sind auch die Steuerungsausschüsse “BGM” sowie “Sicherheit & Gesundheit“. Den Managern obliegt es hingegen, Rechenschaft über die Fort- oder Rückschritte abzulegen. Bei der Umsetzung gilt das Motto: pragmatisch, vernünftig und wirtschaftlich.

Daraus resultiert eine offene und moderne Arbeitskultur mit sicheren Arbeitsbedingungen. Die Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Stressbewältigung, Ergonomie, sowie Umgang der Vorgesetzten mit Absenzen fördert die angenehme Arbeitsatmosphäre, die Schulungen zur Handhabung von gefährlichen Stoffen, die vorhandene notwendige Schutzausrüstung sowie Fahrtrainings für die Chauffeure erhöhen hingegen die Sicherheit am Arbeitsplatz – zusammen mit der regelmässigen Überprüfung der Arbeitsabläufe. Das BGM-Angebot steht allen offen und wird auch mit einem eigenen (Gesundheits-)Label firmenintern kommuniziert. Diese Aktivitäten mit ganz konkreten und fassbaren Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeitenden umfassen zudem Gratis-Getränke an allen Standorten, gesunde und günstige Ernährung, Blutdruck- und Blutzuckermessungen, eine jährliche Grippe-Impfaktion sowie Ergonomisches Mobiliar.

Das Friendly Work Space®

Das Friendly Work Space® Qualitätssiegel bzw. Label zeichnet Unternehmen aus, die Massnahmen zur Optimierung des BGM als Bestandteil des Unternehmensmanagements betrachten. Grundlage dieser Beurteilung sind Qualitätskriterien, die auf den Europäischen Qualitätskriterien des ENWHP (European Network for Workplace Health Promotion) basieren und von führenden Schweizer Unternehmen zusammen mit Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt wurden. Diese Kriterien betrachten das BGM unter den Gesichtspunkten Unternehmenspolitik, Personalwesen und Arbeitsorganisation, Planung, Corporate Social Responsibility, Umsetzung sowie Gesamtevaluation. Mit dem Friendly Work Space® Qualitätslabel können sich die teilnehmenden Unternehmen auf Standards beziehen und erhalten so einen globale und ganzheitliche Perspektive auf ihre BGM-Massnahmen.

Weitere Infos zum Friendly Work Space®

 

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